Digne-les-Bains, « city zen »

Inmitten einer inspirierenden Landschaft gelegen ist Digne les Bains unleugbar von zahlreichen Kurisositäten bereichert. Digne les Bains ist Prefektur des département, ist aber auch als historische Hauptstadt der Lavendel bekannt.
Zwischen den Alpen und der Provence, dehnt sich die Stadt in einer Landschaft mittlerer Berge. Dies gewährleistet ihr eine aussergewöhnliche Luftqualität mit sehr wenig Luftfeuchtigkeit.
Weit abseits der Luftverschmutzung der grossen Städten, besitzt Digne les Bains den Charm und die Sanftheit einer mittleren Stadt die auf sich achtet.

Kurstadt

Am zusammenfluss der Bléone, des Mardaric und der Eau-Chaudes, zeichnet sich die Stadt durch die wohltuende Anwesenheit von Bergwasser aus. Die Stadt kombiniert die zahlreichen Wohltaten des Wasser um zu heilen, zu entspannen, und zum praktizieren von Freizeitaktivitäten. Digne les Bains ist ein Kurort mit einem soliden Ruf auf nationaler Ebene.

Seit der Antike bildet die Anwesenheit der warmen Quellen eine Einnahmequelle für die Stadt die damit eine Kuraktivität entwickelt hat. Am Ausgang des Borhlochs sprudelt das chlorierte, sulfatierte, und kalkhaltiges Wasser bei 50°. Die Quellen profitieren von einer wichtigen Mineralisierung deren konstante Zusammensetzung durch ihren tiefen unterirdischen (870 Meter) Ursprung garantiert ist. Die Wässer von Digne werden besonders bei Atemweg Erkrankungen und Rheuma empfohlen. Dank der Luftqualität ist der Kurort auch für Asthmakranke geeignet.

Zudem bieten die Thermen auch ein Wellnessbereich zur Entspannung, Schönheits Behandlungen, und Fitness an. Sie haben die Wahl zwischen Aromatherapie, tibetische Massage mit einer Kansu Schale, Bäder mit Lichttherapie, oder auch Aquagym und Aquarelax. In Kürze warden die Thermalbäder ein neues Spa erröffnen.

allgegenwertigkeit des Wasser

Wenn Digne les Bains auch seit der Antike schon durch die Anwesenheit ihrer Thermen bekannt ist, besitzt sie zusätzlich eine Reihe schöner Wasseranlagen die der Entspannung und dem Fitness gewidmet sind. In der Innenstadt ist das Badekomplex « les Eaux-Chaudes » das ganze Jahr über geöffnet. Diese im Département einzigartige geschlossene Anlage, kombiniert einen Sportbecken und Familien Becken ideal für Kinder. Bei Ankunft der schönen Tagen, öffnen sich die Terrassen um einen originellen Entspannungsrahmen inimitten des Stadtzentrum anzubieten. Etwas weiter, am Eingang der Stadt auf der Strasse nach Nizza, befindet sich der Badesee des Ferreols Vom Stadtzentrum kommt man dorthin mit dem Stadtbus, dem Auto, dem Fahrrad, aber auch zu Fuss (eine gute Viertelstunde angenehmes Laufen entlang des Ufers der Bléone rechnen). Vor Ort findet man ein Restaurant und schattige Rasenstrände die in der Sommerzeit überwacht werden.

Am Badesee vorbei, geht der Fluss seinen Weg weiter, und führt uns in Richtung des See von Gaubert. Die ruhige Ambiente des Ortes eignet sich sowohl zum angeln wie auch zur Beobachtung der Fauna. Zum Beispiel kann man je nach Saison, Biber, Teichhühner, und andere Graureiher erblicken. Sich die Zeit nehmen dem Wasserlauf vom Stadtzentrum bis zum See von Gaubert mit dem Fahrrad zu folgen ist eine ausgezeichnete Möglichkeit sich von der natürlichen Energie des Territoriums zu impregnieren.

Natürliche Höhe

Digne les Bains ist eine Stadt wo es einem gut tut sich im Kontakt mit Wasser zu entspannen, aber sie lädt auch zur Bewegung ein. In der Tat, wäre es ein Irrtum dem Ruf der Natur zu wiederstehen ! Wie kann man dem Drang seine Augen und Lungen voll zu füllen wiederstehen ? Zu Fuss, mit dem Fahrrad, an Gleitschirmen hängend, oder an Felswänden geklammert, alle Bedingungen sind vorhanden um den Wunsch nach Bewegung zu befriediegen. Allein, mit Freunden, von professionnellen Guides begleitet, Digne les Bains besitzt eine weite Auswahl an Freizeitaktivitäten um seine Batterien aufzuladen.

Fangen wir mit dem Spazieren oder dem Laufen an. Eine sehr angenehme Art die Stadt kennezulernen besteht darin sie auf den Wanderwegen der umliegenden Bergen zu umrunden. Vom Stadtzentrum ab kommt man schnell zu den Kiefer und Eichen Wälder von wo aus man herrliche Aussichtspunkte erreichen kann. Besonders die Wanderwege des trois Chapelles, Caguerenard oder der Oreilles d’Ânes bieten drei schöne hohe Panoramablicke auf die Stadt.

Ein weiterer beeindruckender, wenn nicht Schwindelerregender Wanderweg ist der des Rocher de Neuf Heures der uns zum Fuss der Klettersteige mit ihrer mehr als 100 Meter hohen Felswand führt. Benötigen sie noch mehr Höhe ? Diejenigen die gerne klettern, werden schnell den Weg finden, der zu den 80 Kletterwege des Rocher de Courbons führt. Für alle die es etwas Leid sind die Füsse auf dem festen Boden zu haben, gibt es die Möglichkeit die Stadt während einem Flug mit Gleitschirm zu entdecken. Dies ist bestimmt einer der schönsten Aussichtspunkte !

Gestappelte Geschichte

Man kann sich leicht vorstellen das der Altstadtteil der sich auf dem Rochas befindet der historische Hauptsitz der Stadt ist. In der tat, dominieren hier die majestätische Kathedrale des heiligen Jérôme mit gotischer Architektur, und der Glockenturm der von einem der schönsten eisen “campanile” der Region überragt wird. In Wirklichkeit findet die Stadt aber ihren Ursprung etwas nördlicher im Stadteil des Bourg. Hier wurde im IX. Jahrh. die Kathedrale Notre dame du Bourg auf den überresten römischer Villen gebaut. Die Kathedrale ist ein bemerkenswertes romanisches Bauwerk ; sie birgt eine Krypta mit einem einzigartigem Stapel archäologischer, galloromanischer und mittelalterlischer Überreste.

Erst später zog die Stadt zum Rochas, ein Hügel der die Altstadt überragt. Im X. Jahrh. liess der damalige Bischof sein Schloss dort aufbauen (auf dem platz des heutigem Gefängnis). Allmählich flüchtete die Bevölkerung dorthin, und im XIII. Jahrh. baute man Wällen am Fuss des Hügels. Nach der grossen Pest im XII. Jahrh. erweitert sich die Stadt ausserhalb der befestigten Stadtmauern, und nimmt ihre heutige Form an. Die befestigten Mauern wurden zerstört, und wenige Spuren des Mittelalters überlebten all diese Veränderungen. Die derzeitige Restaurierung des Stadtzentum bringt aber einige schöne Elemente wieder an den Tag. Um die Geschichte der Stadt zu entdecken bietet das Tourismusbüro geführte Stadtführungen an.

Während des Besuchs der Altstadt wird der Aufstieg der montée Saint-Charles bis zur Kathedrale Saint Jérôme, mit einem unvergleichlichem Blick auf die Dächer der Stadt, wo das Licht des späten Nachmittags die Fassaden der Haüser mit Wärme bedeckt, belohnt.

Kulturelle Erkundungen

Digne les Bains enthält noch viel mehr weitere Schätze, die man im 1885 gegründetete Museum Gassendi finden kann. Pierre Gassendi, der dem Museum seinen Namen gab; war ein Mathematiker, Philosoph und Astronom aus Digne. Er war Zeitgenosse aller gelehrten Eliten des Jahrhunderts der Aufklärung, einschliesslich Descartes und Galileo. Unter dem wohlwollenden Blick von Gassendi, organisiert das Museum eine originelle Museographie. Der Besucher wandert in der Tat entlang einer porösen Grenze, an der sich Kunst und Wissenschaft kreuzen, wie zum Beispiel diese rätselhaften Hydropithecus.

Zurück nach Digne. Auf dem Gelände des Promenadenmuseums, kann man neue Kunstwerke im Ausstellungsraum des CAIRN (Informelles Kunstzentrum für Naturforschung) entdecken. Anschliessend werden wir die Ruhe der Wanderwege nutzen, um die permanente Sammlung die unter freiem Himmel installiert wurde, zu entdecken. Der Spaziergang endet in den Räumen des Museums, die der Geologie gewidmet sind. Die Museographie liefert eine beeindruckende Sammlung von Fossilien.

Die Stadt ist Weltpionier bei der Erhaltung und Aufwertung des geologischen Erbes. In den 80er Jahren erlebt sie die Gründung des ersten natürlichen geologisches Reservat in Frankreich. 1991 wurde sie unter der Schirmherrschaft der UNESCO, Sitz der Internationalen Erklärung der Rechte des Gedächtnis der Erde. Im Jahr 2004 wurde sie Sitz des allerersten Geoparks der Welt !

Alexandra David-Neel

Wenn Digne les Bains Ausgangspunkt für viele Erkundungen ist, liegt dies zweifellos daran, dass es auch eine Stadt von Forscher und Forscherinnen ist. Die berühmteste von allen ist sicherlich Alexandra David-Neel ! Aushängeschild des Orientalismus im 20. Jahrh. und engagierte Intellektuelle war sie insbesondere, die erste Europäerin, die 1924 die verbotene Stadt Lhassa betrat. Ende der 20er Jahre setzte sie sich in Digne les Bains fest, „ihrem „Himalaya für Liliputaner “. Hier setzte sie ihre bemerkenswertes Werk fort, sowohl in Bezug auf ihre Anforderungen wie auch auf ihr Engagement. Alexandra David-Neel wird hier alle Objekte, Notizen, Fotos und anderen ethnografischen Dokumente die von ihren Reisen stammen aufbewahren. Sie taufte ihr Haus mit dem Errinerungsreichem Namen „Samten Dzong“ (Residenz der Überlegungen).

Nach ihrem Tod hat die Weltforscherin die Stadt als universellen Legat des Hauses, des Urheberrechts und des Archivs bestimmt. Ein unschätzbares Erbe ! So wird das „Maison Alexandra David-Neel“ weiterhin als Museum und Interpretationszentrum für den Autor, die Himalaya-Kultur und die buddhistische Kultur fungieren. Das Haus wurde 1996 in das Inventar der historischen Denkmäler aufgenommen. 2008 wurde es vom Ministerium für Kultur und Kommunikation als Erbe des 20. Jahrhunderts anerkannt.

Die Lavendel, Königin der Pflanzen

Digne les Bains ist eine Stadt, in der die Feste aus Tradition beliebt sind. Die Sommermonate stehen im Mittelpunkt aller Feierlichkeiten und die Lavendel ist der Star davon. In der provenzalischen Kultur ist der „blaue Stengel“ allgegenwärtig. Das Lavendelmuseum beschreibt getreu die historische Bedeutung der Pflanze in der Haute-Provence. Die bekannteste Feierlichkeit ist zweifellos der Lavendelkorso. Seit 1939 findet diese Institution am ersten Augustwochenende statt. Die Stadt zieht dann ihr Lichtkleid an und zieht Besucher und Dignois in den Rhythmus der Paraden von Blumenwagen, Blaskapellen und anderen Tanzgruppen. Der große Jahrmarkt ist in vollem Gange.

Die Lavendelmesse nimmt Ende August den Hauptplatz von Digne les Bains in Besitz. Man findet auf ihr alle Produkte die aus dem Anbau von Lavendel stammen : Lavendelessenz, Seifen, Honig … Wie der Corso ist auch die Messe eine Institution, die seit dem Jahr 1920 organisiert wird. Zu diesem Zeitpunkt beendete sie die Erntezeit der Lavendel. Die Herausforderung bestand dann darin, die Lavendelessenz zu fördern, um ihre unterschiedlichen Eigenschaften den größten Parfümeuren bekannt zu machen. Im Laufe der Jahre hat die Lavendelmesse an allgemeine Bekanntheit gewonnen. Sie zieht eine große Anzahl von Händlern und Besuchern an und bietet die Gelegenheit, günstige Angelegenheiten zu nutzen !

Während dem Korso oder der Messe, kommen zahlreiche Produkthersteller um Distillation Vorführungen anzubieten.

ausgebreitete Musik

Schliesslich 2015, wenn der Monat September kommt, geht das Festival der aktuellen Musik “Festival au Top” auf die Bühne. Das Festival widmet sich entschieden den verstärkten Melodien des zeitgenössischen frankophonen Popsongs und markiert den Wendepunkt des Sommerendes und der Beginn eines neuen Schuljahres. Das Festival ist ein schönes Finale der Sommerferien oder ein anregender Start in das Jahr und erfreut sich wachsender Beliebtheit und Reife. Die Gruppe von Freunden, die die Initiative für das Festivals genommen hat, führt auch ein Projekt durch, um das „Top“, das alte Kino der Stadt, zu rehabilitieren. Als Ort der künstlerischen Verbreitung würde das Gebäude wieder zu einem vollwertigen Ort des zentralen Lebens werden.